Camping: Warum auch DU es lieben wirst

Heute verrate ich euch meine persönliche „Top 5 PRO Camping“. Nach über 13 Jahren Reiseerfahrung im Zelt, Wohnwagen, Mobilheim und Wohnmobil sind dies die schönsten Gründe, warum ich mit dem Campen nicht aufhören kann und will:

1_Freiheit Campen bedeutet für mich Freiheit pur! Diese beginnt schon mit der Wahl des Urlaubsortes, weil ich relativ spontan entscheiden kann, wohin ich fahren möchte. Die Frage von Freunden, Kollegen und Verwandten, wohin unsere Reise dieses Mal geht, kann ich eigentlich nie im Voraus beantworten 🙂 Die vergangenen Jahre schaute ich grundsätzlich erst direkt vor der Abfahrt – das Gepäck bereits am Einladen – auf den Wetterseiten nach, wo gutes Wetter zu erwarten ist und dann wurde erstmal nur grob eine Himmelsrichtung angesteuert (Okay, meinem Mann trieb das regelmäßig die Schweißperlen auf die Stirn, aber gut, die Vereinbarung war: ich bin der Guide, er die meiste Zeit der Fahrer. Wir fuhren weiter, wann und wohin wir wollten. Wir taten es den Zugvögeln gleich, getrieben vom Glück.
Das Aufstehen und Essen findet genau dann statt, wann wir es möchten und nicht weil der Speisesaal bald schließt. So kommt Hektik gar nicht erst auf und ich genieße es, morgens gemütlich zu Fuß oder mit dem Rad Brötchen holen zu gehen und im Bikini zu frühstücken. Ich mag es sehr zuzusehen, wie morgens alles nach und nach erwacht. Und wenn wir keine Lust haben zu kochen, gehen wir einfach in ein schönes Restaurant (am liebsten eines, das vorwiegend Einheimische besuchen) und schlemmen uns durch die regionale Küche, statt in der lauten Kantine im Hotel-Speisesaal deutsche Kost serviert zu bekommen. Reisen bedeutet für mich auch, so viel wie möglich von der dortigen (Ess-)Kultur und Lebensart kennen zu lernen, zu genießen und darin eintauchen.

2_Nähe zur Natur Nirgendwo sonst habe ich das Gefühl, der Natur so nah zu sein. Ich fühle mich wieder als ein Teil von ihr; ein Gefühl, welches mir im Trubel des Alltags oft verloren geht. Wenn ich morgens aufwache spüre ich die Sonnenstrahlen oder die morgendliche Kälte auf meiner Haut, beim Frühstück den Sand unter meinen Füßen und im und am Meer fühle ich mich so lebendig wie nie. Statt einen Kaffee in der Fußgängerzone zu trinken und gehetzte Passanten zu beobachten, genieße ich meinen Kaffee etwa mit Blick auf freilebende Flamingos, die in Schwärmen über das Land ziehen oder mit Blick aufs Meer. Mein Wohnzimmer ist draußen, mein abendliches Unterhaltungsprogramm der Sonnenuntergang bei einem Glas Wein oder Picknick am Meer während die Kinder auf Entdeckungsreise gehen und sich austoben. Und nachts liebe ich es, eingekuschelt dem Regen auf dem Dach zu lauschen. Und wo sonst kann man so einen schönen…

3_Sternenhimmel betrachten! Die meisten Camping- oder Stellplätze – erst recht natürlich wilde – sind außerhalb einer Stadt gelegen. Dadurch kann du hier den absolut schönsten Sternenhimmel betrachten. Wie ich es liebe, abends über den Platz zu schlendern unter hohen Pinien hindurch und deren Duft einzuatmen und über mir unendlich viele Sterne! Dazu an verschiedenen Ecken Gitarrenmusik und der Brandung des Meeres zu lauschen während der Platz hier und da mit Kerzenlicht und Lichterketten beleuchtet ist… hach! <3

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4_Kontakt zu anderen Leuten jeden Alters und jeder Nation zu bekommen ist hier ein Leichtes. Wir laden etwa spontan die studentischen Nachbarn zu selbstgemachten Pfannkuchen oder einem Bier ein und sitzen daraufhin gemütlich beisammen. Oder der nette Nachbar im Ruhestand fragt eben nach einem Korkenzieher für seine Flasche Wein, die er sich beim örtlichen Winzer oder auf dem Wochenmarkt gekauft hat. Die Kinder spielen auf der Straße und kommen auch ohne Sprachkenntnisse sofort in Kontakt zu anderen. Alles ist so unkompliziert, man hilft und respektiert einander. Einzig und allein beim Schnarchen hört der Spaß auf 😉

5_Minimalismus Ich bin immer wieder aufs Neue beeindruckt, mit wie wenigen Dingen man eigentlich auskommt und es fühlt sich so gut an! Müssen es denn wirklich so viele Küchenutensilien sein oder tut´s auch mal ein ganz normaler Gaskocher statt Thermomix?! Bei Drogerieartikeln und Klamotten verhält es sich ebenso. Manchmal ist weniger eben mehr, um sich wieder darauf zu besinnen, was wir wirklich brauchen und uns glücklich macht. Es erlaubt den Gedanken wieder mehr Raum und bedeutet Enschleunigung pur – Der Weg ist das Ziel!

Campt ihr auch schon? Dann hinterlasst mir doch einen Kommentar und verratet mir, was euch am Campen so begeistert!

 

7 Comments

  • Nicole Oktober 21, 2016 at 7:13 pm

    Hallo,
    tolles Thema. Ich bin auch Camping begeistert, weil ich da der Natur so nahe sein kann und durch das einfache Leben, mal wieder meinen normalen Alltag, meine Wohnung, wieder mehr zu schätzen weiß, z. B. nach mehreren Wochen schlafen auf der Isomatte.

    Bin gespannt und freue mich, hier immer mal Neues zu lesen.

    Nicole

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    • HEY LOVE Oktober 21, 2016 at 7:57 pm

      Hallo Nicole, ja so geht es mir auch. Ich mag es, wenn sich die Realitäten und Ansprüche verschieben. Die Definition von z.B. „Luxus“ ist in den jeweiligen Umgebungen völlig unterschiedlich 🙂 Ich freue mich, dich hier bald wieder begrüßen zu dürfen <3 Viel Spaß weiterhin beim Campen, Anne.

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  • Sabine Oktober 22, 2016 at 5:39 am

    Wir schließen uns den 5 Punkten voll an, wir essen, wann und was wir wollen, wir leben minimalistischer ohne großen Schnickschnack und sind viel spontaner…..und vor allem, wir ziehen an, was wir wollen… Frühstück im Bikini, Abendessen in Jogginghose

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    • HEY LOVE Oktober 22, 2016 at 10:06 am

      Alles Easy Going! 🙂

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  • Matthias Hemmes Oktober 22, 2016 at 8:33 am

    Hi Nicole, genau das sind die Gründe warum ich mein Leben lang Campe. Zuerst mit dem 2 Mannzelt, dann mit einem selbst umgebauten 207 Daimler Benz, VW Bulli, 7 Meter Fiat Ducato Alkoven und jetzt mit dem Tabbert WOWA aus praktischen Gründen. aber egal womit man zum Camping fährt, die 5 Gründe die Du beschriebst, passen auf alle Varianten. Besser als du kann man es nicht sagen.

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    • HEY LOVE Oktober 22, 2016 at 10:05 am

      Danke! <3 (Auch wenn ich Anne heiße 😉 ) Schau doch mal wieder vorbei, es sind einige Reisetipps geplant. Dieses Jahr waren wir bereits fast 6 Wochen unterwegs.

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  • Dietmar Oberländer Oktober 23, 2016 at 9:56 am

    Besser kann man es nicht beschreiben. Das campen bringt einen wieder auf das Wesentliche zurück. Früher bin ich ausschließlich mit dem Motorrad in den Urlaub gefahren. Dagegen ist das Reisen mit dem Wohnmobil purer Luxus, den ich jetzt mit über 60 auch brauche und genieße.

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